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Wie bin ich selbst zum Yoga gekommen?

Eine laue Sommernacht 2006. Meine beiden jungen, überaus heißblütigen Friesenhengste Darken und Ime fühlten sich nicht ausgelastet und überlegten gemeinsam, welchen Dummfug sie wohl gemeinschaftlich betreiben könnten. Keine Abwechslung in Sicht, der Langweilfaktor entsprechend hoch.  Als dann morgens gegen 3 Uhr die freche kleine Ponydame Sina draußen am Zaun vorbei kam und die Verwirklichung aller Hengstträume versprach, stieg bei beiden der Testosteronspiegel auf den Jahreshöchstpunkt. So nah am Zaun war noch keine Lady gewesen! Bloss 1,20m groß? Egal! So zögerten die beiden nicht lange und begaben sich auf Outdoortour.  Der Koppelzaun konnte dem Ansturm von zweimal  500 kg Pferd nicht standhalten. Der Strom wurde im Partyrausch ignoriert. Der Spaß der beteiligten Vierbeiner  war kaum noch steigerungsfähig. Der der Zweibeiner hielt sich in Grenzen.
Ich überspringe hier mal die Einfangaktion von drei schwarzen Pferden in ebenso schwarzer Nacht morgens halb vier. Nicht, weil es so wenig zu berichten gäbe (wir sahen bestimmt klasse aus, in Gummistiefeln und nur sehr dürftig bekleidet, usw.), sondern weil es hier um etwas anderes gehen soll. Jedenfalls ist Gott sei Dank nichts Schlimmes passiert, obwohl die Pferde zu dritt  - Ponystutchen vorweg, zwei mehr oder weniger liebesblinde, imposante, im Stechschritt um die Wette gunstbuhlende Hengste hinterher – mehrfach die Strasse auf und ab liefen… So weit – so  gut. Am Morgen bei Licht wurde dann alles begutachtet. Gewaltiges aber reparables Loch im Zaun – nicht so toll. Köpfe und alle Beine befanden sich noch an angestammtem Platz – gut! Keine klaffenden Fleischwunden – auch gut! Pony Sina allerbester Laune – super! Das kleine Urheberbiest hatte wohl ihren Spaß. Darken zeigte sich zufrieden, etwas verschwitzt und steifbeinig – wenig Kondition, der Gute, aber alles in Ordnung. Ime hatte eine deutliche Beule auf dem Rücken. Mittig auf der Wirbelsäule zwischen Sattellage und Hüften. Empfindlich. Mist!  Da musste er wohl einen Zaunriegel abbekommen haben. Also wird etwas gekühlt. Viel kühlen kann man da nicht, weil dort auch beim Pferd die Nieren liegen. Leichte, kontrollierte Bewegung. Tja, was soll ich sagen – es half nicht. Die Beule blieb, ich machte mir Sorgen.

Zwei Monate später bekamen wir Besuch. Ein Bekannter, der sportlich gut drauf ist und viel mit allen möglichen Kampfsportarten zu tun hat. Ich fragte ihn, was er machen würde, wenn er einen Stock ins Kreuz geschlagen bekäme. Wir beguckten das Pferd von allen Seiten, er gab mir diverse Tipps vom Handauflegen und Energiefluss visualisieren bis zum Entspannungsatmen. Und dann gab er mir den alles entscheidenden Tipp (den ich mir als langjährige Tierhalterin auch durchaus hätte selber geben können, nur hatte ich eben leider die Übersicht verloren.) „Bring mal deinen eigenen Rücken in Ordnung.“ Und ganz nebenbei noch: “ Yoga könnte gut sein.“

Da hatte ich`s. Der Hinweis auf mein Ärgerkind, meinen Ischias. Gleiche Stelle bei mir wie beim Pferd. Na sowas! Und ich war wirklich nicht selbst drauf gekommen. Der Ischias ist bei mir der Stressanzeiger.

Auch dazu eine kleine Geschichte:
Während meiner Ausbildung zur Erzieherin gab es das Fach Musik und darin enthalten Rhythmik. Und in diesem Teilgebiet lernten wir Kindertänze. Nun muss man dazu wissen: ich bin eine sehr begeisterte und ausdauernde Tänzerin. Ich mag beinahe alles vom afrikanischen Trommeltanz bis zu allen Latein- und Standardtänzen. Stundenlang kann ich unaufhörlich herumhüpfen. Mein Mann weiß ein Lied davon zu singen ;-). Da ging ich also in die Schule und meinte: "Gehste hin , hüpfst ne Weile rum, kriegst ne Eins, fertig." Irrtum! Ich fand es grässlich, einfach nur entsetzlich peinlich. 17 Erwachsene zwischen Mitte Zwanzig und Anfang Fünfzig, die sich im Kreis an den Händen halten und "Wir öffnen jetzt das Taubenhaus" singen und dazu die Choreografie tanzen. Ich fand ds dermaßen peinlich, dass ich mich im Rücken schlimm verspannte. Von der montags-abends-Rhythmik-Stunde bis zum folgenden Freitag klebte ich mit verklemmtem Ischias und schmerzverzerrtem Gesicht bewegungslos in einem Sessel. Ständiger Begleiter: meine rote Wärmflasche, um die Muskeln im Rücken zu lockern. Kaum hatte ich mich übers Wochenende erholt, kam der nächste Rhythmik-Montag, und die Geschichte ging von vorne los. Ich hab aus lauter Verzweiflung sogar mal eine Stunde geschwänzt (Es tut mir sehr leid, Herr Püschel). Was mir aber gar nichts nützte, denn umso schlimmer war die Lernkontrolle, in der ich den verpaßten Tanz trotzdem vorführen mußte. Das konnte also nicht der Weg sein. Ich mußte etwas für meinen Rücken tun.

Also suchte ich mir einen Yoga-Anfängerkurs. Volkshochschule. Standard von der Stange. Aber der Kurs erwies sich als gute, solide Basis. Ich belegte den Anfängerkurs zweimal, stieg dann schnell intensiver ein. Suchte nach anderen Lehrern.  Und was soll ich sagen, den Ischias hab ich im Griff. Seitdem ich mit dem Yoga begonnen habe, saß ich kein einziges Mal mehr mit Wärmflasche bewegungsunfähig im Sessel. Ich merke immer vorher, wenn was verkehrt läuft und kann gezielt einwirken.
Und… die Beule bei Ime verschwand von selbst wie von Zauberhand völlig ohne weitere Einwirkung. Man könnte fast meinen als Belohnung fürs fleißige Üben  ;-)

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Du denkst, Yoga ist nur etwas für rappeldünne Teenagermädels, die sich so verknoten können, dass man nur noch `ne Briefmarke draufkleben muss, ums sie als Großbrief zu verschicken?
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Das hier ist Ime. Ganz toller Hecht - ohne Beule!